Lingualtechnik

Seit den 1970er Jahren ist die Lingualtechnik verbreitet. Mitte der 1990er gibt es weltweit Gesellschaften für linguale Orthodontie. „Lingual“ bedeutet so viel wie „die Zunge betreffend“ und kommt aus dem Lateinischen. Diese Technik eignet sich besonders für Patienten, die auf Ästhetik und unauffällige Zahnkorrektur großen Wert legen. Lingual-Brackets werden auf die Innenseite der Zähne geklebt. Von außen ist die Apparatur somit nicht sichtbar, da diese in den Mundinnenraum verlegt ist. Da die Lingual-Brackets für jeden Zahn individuell hergestellt werden, sind sie sehr flach und werden kaum von der Zunge gespürt. Die Wirkungsweise entspricht weitgehend der normalen Brackettechnik. Allerdings ist die Lingualtechnik etwas zeitaufwendiger, d. h. der Patient muss mit mehr Zeit bei der Anbringung der Brackets, als auch insgesamt mit einer etwas längeren Behandlungsdauer im Vergleich zu den an der Außenseite angebrachten Brackets und Bögen, rechnen. In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir Sie in unserer kieferorthopädischen Praxis an den Standorten München und Bad Neustadt gerne ausführlich zur Lingualtechnik auf.

Einsatz der Lingualtechnik in unserer kieferorthopädischen Praxis München/Bad Neustadt:

  •  Korrektur von Zahnfehlstellungen (z. B. Kreuzbiss, Deckbiss)

  •  Schließung der Zahnreihe nach dem Ziehen von Zähnen


Vorteile:

  •  Unsichtbare Zahnspange: von außen nicht sichtbar

  • Geringeres Kariesrisiko gegenüber anderen festsitzenden Zahnspangen bei gründlicher Mundhygiene

Grundsätzlich profitieren v. a. Erwachsene, aber auch Jugendliche von Lingualbrackets. Die Apparatur ist für andere nicht sichtbar, da diese auf der Innenseite der Zähne befestigt sind. Gerade für Erwachsene, die beruflich viel Kundenkontakt haben, ist die „unsichtbare“ Zahnspange eine ästhetische Lösung ohne großartige Einschränkungen.

In den ersten Wochen kann es zunächst noch zu Einschränkungen in der Aussprache kommen, da Sie sich erst an die innenliegenden Brackets gewöhnen müssen. Auch beim Essen können anfängliche Beschwerden auftreten. Nach dieser Eingewöhnungsphase verschwinden die Begleiterscheinungen jedoch.

Grundsätzlich ist die  Lingualtechnik kostenintensiver als andere Zahnspangen. Für die Erwachsenenbehandlung kommen Krankenkassen eher selten für die Kosten auf. Bei privaten Krankenkassen informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Krankenversicherung. Lingualzahnspangen bei Kindern und Jugendlichen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, da sie unter eine ästhetische Zahnkorrektur fallen. Die Kostendifferenz zu einer herkömmlichen festen Spange müssen selbst übernommen werden.