Feste Zahnspange in München & Bad Neustadt

Es gibt viele verschiedene Behandlungsarten, um eine Zahnfehlstellung zu beheben. Grundlage dafür ist immer eine ausführliche diagnostische Untersuchung. Wird dabei eine schwere Fehlstellung festgestellt, muss eine kieferorthopädische Behandlung mit einer festen Zahnspange in Betracht gezogen werden.

Diese Methode galt lange Zeit als fast alternativlos und hat ihre Berechtigung auch in der heutigen Zeit, bei der zahlreiche Behandlungsmethoden teils einfachere Abläufe versprechen. Nichtsdestotrotz wird die Mehrzahl der kieferorthopädischen Behandlungen mit festen Zahnspangen durchgeführt.

Gerne bringen wir Ihnen auf dieser Seite die Vorteile, den Behandlungsablauf und auch Pflegetipps einer festen Zahnspange näher.

Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Wir sind Ihre Experten für feste Zahnspangen in München und Bad Neustadt. Rufen Sie uns gerne unter der 097 71 42 90 (Praxis in Bad Neustadt) oder 089 65 23 39 (Praxis in München) an. Das gesamte Praxisteam der Kieferorthopädie Pascal Pishgah freut sich auf Sie!

Wie ist der Ablauf bei einer Behandlung mit einer festen Zahnspange?

Wie bei jeder kieferorthopädischen Behandlung steht zunächst eine ausführliche Erstuntersuchung an. Dabei werden ggf. digitale Röntgenbilder und erste Modelle erstellt, um damit den weiteren Ablauf zu planen. Ist dabei bereits abzusehen, dass größere Zahnbewegungen nötig sind, wird der Eingriff mit einer festen Zahnspange geplant. Grundlage für diese Entscheidung ist somit die vorhandene Kiefer- und Zahnfehlstellung sowie das gewünschte Behandlungsziel.

Wie der Name schon erahnen lässt, ist eine feste Zahnspange fest im Mund des Patienten angebracht. Sie wird mit sogenannten Brackets und Bändern im Mundraum befestigt. Unter den Brackets versteht man kleine Attachments, die aus verschiedenen Materialien, wie etwa Keramik oder Metall, bestehen. Diese werden auf die Zähne aufgeklebt und jeweils durch einen Draht miteinander verbunden. Dieser Draht ist letztlich für die Kraftübertragung zuständig und somit essentiell für den Prozess der Zahnkorrektur. Die heutigen festen Spangen sind aber vom Komforts und der Behandlungsdauer nicht mehr mit den Spangen früherer Jahre zu vergleichen.

Nach dem Ankleben der Brackets und dem Einbringen des Drahts ist der erste wichtige Behandlungsschritt abgeschlossen. Wichtig ist, dass eine regelmäßige Kontrolle in einer unserer Praxen stattfindet. Hierzu vereinbaren wir mit Ihnen Termine im Abstand von 4-6 Wochen. Diese Termine sind essenziell, um etwaige Lockerungen der Brackets oder des Drahts frühzeitig zu erkennen und zudem den Behandlungsfortschritt zu dokumentieren. Auch müssen immer wieder neue Kräfte in Form von Biegungen appliziert werden. Diese Intervalle können während der Stabilisierungsphase durchaus verlängert werden. Sollten zwischenzeitlich Beschwerden auftreten, können Sie sich jederzeit bei uns melden!

Die „Arbeit“, nämlich die Zahnfehlstellung zu beheben, übernehmen jetzt biomechanische Kräfte. Diese wirken über den Draht sanft auf die Zähne und sorgen durch Druck und Zug für eine Verschiebung in die gewünschte Zielposition.

Auf Basis der Diagnose zu Beginn der Behandlung sind auch kombinierte Therapien mit herausnehmbaren und festen Zahnspangen möglich. Erstere kommen dabei zumeist noch während der Wachstumsphase der Zähne zum Einsatz, erst danach wird auf eine feste Variante umgestellt.

Nach dem Abschluss der Behandlung bietet es sich an, die Ergebnisse dauerhaft abzusichern, die Behandlung tritt in die sogenannte Retentionsphase. Hierzu kann ein Retainer zum Einsatz kommen, der unsichtbar an die Rückseite Ihrer Frontzähne angebracht wird und das Ergebnis somit absichert.


Auf die Frage, wie lange eine Behandlung mit einer festen Zahnspange dauert, lässt sich pauschal keine Antwort geben. Durchschnittlich liegt der Behandlungszeitraum etwa zwischen einem und zwei Jahren.

Ein Vorteil gegenüber losen Spangen ist, dass für die feste Spange keine aktive Mitarbeit in Bezug auf die Tragezeit nötig ist. Somit treten keine Verzögerungen in der Behandlung durch das unregelmäßige oder unzureichenden Tragen der Spange auf. Dennoch können Patienten aktiv zum Behandlungserfolg beitragen. So sollte auf eine einwandfreie Zahnhygiene geachtet werden, auch die Ernährung kann Einfluss auf den Behandlungserfolg haben. Tipps und Tricks hierzu geben wir Ihnen gerne im Lauf dieses Artikels!

 

Eine feste Zahnspange kommt immer dann zum Einsatz, wenn folgende Zahnbewegungen notwendig sind:

  • Das Aufrichten von gekippten Zähnen
  • Der Lückenschluss nach einer Zahnentfernung
  • Die Korrektur von gedrehten Zähnen
  • Die gezielte Bewegung der Zahnwurzel

In diesen Fällen kommt die Fähigkeit der festen Zahnspange zum Tragen, dass über eine längere Zeit eine kontinuierliche Kraft auf die Zähne wirken kann. Diese schwerwiegenden Zahnbewegungen lassen sich nicht mitherausnehmbaren Zahnspangen durchführen.

Das Alter des Patienten spielt hingegen keine Rolle, feste Zahnspange können auch bei Erwachsenen zum Einsatz kommen. Ist keine Behandlung gewünscht, die zunächst mit einer losen Spange beginnt und erst später auf eine feste Spange wechselt, sollte allerdings auf den vollständigen Zahnwechsel gewartet werden. Dieser ist zumeist zwischen dem 11.-12. Lebensjahr abgeschlossen.

 

Eine feste Zahnspange ermöglicht es, auch schwerwiegende Zahnfehlstellungen zu beheben. Die Druck- und Zugkraft sorgt dabei für die Bewegung aller Zähne.

Eine weitverbreitete Fehleinschätzung ist die Meinung, dass eine feste Spange insbesondere bei Patienten zum Einsatz kommt, mit deren Mitarbeit beim Tragen einer losen Spange nicht zu rechnen ist. Doch gerade eine feste Zahnspange benötigt ein erhöhtes Maß an Zahn- und Mundhygiene, andernfalls können zahlreiche Erkrankungen wie Karies oder Schäden am Zahnschmelz auftreten.

 

Insbesondere zu Beginn der Behandlung mit einer festen Zahnspange können Eingewöhnungsschwierigkeiten auftreten, die zumeist aber nach wenigen Tagen verschwinden. Teils wird die Spange merklich als Fremdkörper wahrgenommen. Zudem können die Zähne zu Beginn auf die Spannung durch den Metalldraht reagieren. Dabei treten leichte Schmerzen auf. Sollten diese Schmerzen länger anhalten, müssen Sie sich unbedingt bei Ihrem behandelnden Arzt melden.

Weiterhin können vorspringende Metallteile oder scharfe Kanten der Drähte für Reizungen an der Schleimhaut sorgen. Die Schleimhaut gewöhnt sich mit der Zeit an diese Berührung, sollte die Reizung anhalten, suchen Sie bitte zeitnah Ihren KFO auf.

Oftmals wird unterschätzt, dass auch die richtige Ernährung einen Einfluss auf die KFO-Behandlung mit einer festen Zahnspange haben kann. So sollte auf alle stark klebenden Lebensmittel, wie etwa Kaugummis oder Bonbons, verzichtet werden, gleiches gilt allgemein für Süßigkeiten. In Verbindung mit der Spange ist das Kariesrisiko erhöht. Auch gesündere, aber dafür harte Lebensmittel, wie etwa Äpfel, sollten nur mit Vorsicht gegessen werden, da sie die Brackets lösen oder sogar den Draht verbiegen können.

 

Von enormer Bedeutung ist beim Tragen einer festen Spange die ausführliche Reinigung der Zähne und Spangenzwischenräume. Zwischen dem Draht, den Brackets und den Zähnen können sich ansonsten sogenannten Schmutznischen bilden. In diesen kann sich Plaque anlagern. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, bildet er eine ideale Grundlage für Bakterien. Deren Stoffwechselprodukte führen im schlimmsten Fall zu Zahnfleischentzündungen und Karies. Um das Reinigen der Zähne und Zwischenräume der Spange zu erleichtern, empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Bürsten mit extra kurzen Borstenfeldern. Zahnseide hilft zudem dabei, die schwierig zu erreichenden Zwischenräume zu säubern. Eine weitere Option kann die Verwendung von Mundwasser oder einer Munddusche sein.

 

Brackets gibt es in verschiedenen Materialien und Formen, die jeweils individuelle Vorteile besitzen. Gerne stellen wir Ihnen diese im folgenden Abschnitt vor.

Brackets aus Metall oder Keramik

Brackets aus Metall, genauer gesagt Stahl, zeichnen sich durch eine hohe Stabilität bei geringen Kosten aus und gelten als Standardversorgung. Keramikbrackets bieten den Vorteil, dass sie zahnfarben oder transparent gestaltet werden können und somit unauffälliger sind. Auch der Tragekomfort ist höher, da Brackets aus Keramik zumeist mit abgerundeten Kanten gestaltet sind und zudem eine glatte Oberfläche bieten. Nachteilig wirkt sich die geringere Stabilität aus, das spröde Material kann leichter zu Bruch gehen. Zudem liegen die Kosten bei Keramikbrackets deutlich höher im Vergleich zu Metallbrackets

Lingualbrackets

Lingualbrackets werden an der Zahninnenseite angebracht und sind somit optisch sehr unauffällig, bieten aber die gleichen Vorteile wie die regulären Brackets. Teilweise bietet diese Methode sogar einen besseren Behandlungserfolg, etwa bei gekippten Zahnwurzeln. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer gesonderten Seiten zum Thema Lingualtechnik.

Minibrackets aus Metall

Minibrackets bieten den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Größe die Zahnpflege erleichtern und zudem optisch weniger auffallen als ihre größeren Pendants. Die Größe wirkt sich zudem positiv auf den Tragekomfort aus und machen die Minibrackets zu einer praktikablen Alternative.

 

Ihr Experte für festsitzende Zahnspangen in München und Bad Neustadt

Bei Fragen rund um das Thema feste Zahnspangen sind wir Ihr Experte und garantieren Ihnen höchste Qualität und eine individuelle Behandlungsstrategie. Vereinbaren Sie gerne direkt einen Termin in unserer KFO-Praxis in München oder in unserer Praxis in Bad Neustadt.

In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir Sie gerne ausführlich über die Behandlung mit einer festen Zahnspange auf und verdeutlichen Ihnen die Vor- aber auch Nachteile. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!